Der dritte Amphibienschutzzaun steht -

gerade rechtzeitig!

 

Die in den kommenden Tagen angesagten milden Temperaturen und vor allem die nächtlichen Plus-Grade in Verbindung mit feuchter Witterung lassen erwarten, dass die Hauptwanderzeit der Amphibien bevorsteht und dass sich Kröten und Frösche jetzt auf den oftmals sehr riskanten Weg zu ihren Laichgewässern machen werden.

 

Der NABU ist in den vergangenen Wochen Hinweisen von besorgten Bürgern nachgegangen und hat die Wanderroute an der Königstraße sowie am Grenzweg in Hemmelsberg überprüft. Schon vor der Hauptwanderzeit wurden dort über 50 überfahrene Tiere auf der Straße gezählt.

 

Daher freuen wir uns umso mehr, dass es uns noch rechtzeitig vor der Hauptwanderung gelungen ist, zwei weitere Amphibien-schutzzäune erwerben und installieren zu können. In einer außergewöhnlichen Blitzaktion und dank spontaner,  unbürokratischer und finanzieller Unterstützung konnten die neuen Krötenzäune in den vergangenen Tagen  in Hude aufgestellt werden.

 

Ein neuer,  500m langer Amphibienleitzaun wurde uns über Rüdiger Wohlers, dem stellvertretenden Pressesprecher NABU Niedersachsen vermittelt und beschafft. Dank seiner guten Kontakte zum LBV in Bayern wurde die schnelle Lieferung des Zaunes  möglich gemacht. Finanziert wurde er von der NABU-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe Danke Rüdiger.

 

Ein herzliches Dankeschön auch an den Landkreis Oldenburg (Amt für Naturschutz und Landschaftspflege), Frau Lanfermann und Frau Wolfrath, die uns leihweise einen 300 m langen Amphibienleitzaun zur Verfügung gestellt und darüber hinaus die Kosten für die notwendige Ersatzteilbeschaffung übernommen haben. 

 

So stehen nun noch zeitlich passend vor der Hauptwander-Saison neben dem altbewährten Schutzzaun am Friedwald die beiden neuen Zäune an der Königstraße/Riekersweg stadtauswärts sowie am Grenzweg in Hemmelsberg. Viele tatkräftige ehrenamtliche Helfer/innen kümmern sich um die Betreuung der Zäune. Schon jetzt wurden insgesamt über 500 Amphibien (Kröten, Grasfrösche und Teichmolche) sicher über die Straße zu ihrem Laichgewässer getragen. 

 

Leider war es so kurzfristig nicht möglich, dass die Gemeinde Hude ergänzend zu diesen Schutzmaßnahmen Verkehrsschilder aufstellt, die auf vermehrte Krötenwanderung aufmerksam machen. Das wäre aber eine notwendige Ergänzung unserer Bemühungen und wünschenswert für die nächste Krötensaison.

 

Alle Tiere werden erfasst, die Ergebnisse werden eingetragen in Datenbank HerpetoMap, die Fachplattform zur Meldung von Amphibien- und Reptilienvorkommen in Niedersachsen und beim NLWKN  im Niedersächsisches Webbasiertes Artenerfassungs-Portal – NIWAP.