Der dritte Amphibienschutzzaun in Hude steht!

1249 Amphibien zum Laichgewässer getragen

 

März 2020. Das Team der Ortsgruppe Hude ist Hinweisen von besorgten Bürgern nachgegangen und hat die Amphibien-Wanderroute an der Königstraße sowie am Grenzweg in Hemmelsberg überprüft. Schon vor der Hauptwanderzeit wurden dort über 50 überfahrene Tiere auf den Straßen gezählt.

 

Daher freuen wir uns umso mehr, dass es uns noch rechtzeitig vor der Hauptwanderung gelungen ist, zwei weitere Amphibien-schutzzäune erwerben und installieren zu können. In einer außergewöhnlichen Blitzaktion und dank spontaner,  unbürokratischer und finanzieller Unterstützung konnten die neuen Krötenzäune in den vergangenen Tagen  aufgestellt werden.

 

Ein neuer,  500m langer Amphibienleitzaun wurde uns über Rüdiger Wohlers, dem stellvertretenden Pressesprecher NABU Niedersachsen vermittelt und beschafft. Dank seiner guten Kontakte zum LBV in Bayern wurde die schnelle Lieferung des Zaunes  möglich gemacht. Finanziert wurde er von der NABU-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe Danke Rüdiger.

 

Ein herzliches Dankeschön auch an den Landkreis Oldenburg (Amt für Naturschutz und Landschaftspflege), Frau Lanfermann und Frau Wolfrath, die uns leihweise einen 300 m langen Amphibienleitzaun zur Verfügung gestellt und darüber hinaus die Kosten für die notwendige Ersatzteilbeschaffung übernommen haben. 

 

So stehen nun noch zeitlich passend vor der Hauptwander-Saison neben dem altbewährten Schutzzaun am Friedwald die beiden neuen Zäune an der Königstraße/Riekersweg stadtauswärts sowie am Grenzweg in Hemmelsberg. Viele tatkräftige ehrenamtliche kleine und große Helfer:innen kümmern sich um die Betreuung der Zäune. 

 

Leider war es so kurzfristig nicht möglich, dass die Gemeinde Hude ergänzend zu diesen Schutzmaßnahmen Verkehrsschilder aufstellt, die auf vermehrte Krötenwanderung aufmerksam machen. Das wäre aber eine notwendige Ergänzung unserer Bemühungen und wünschenswert für die nächste Krötensaison.

 

Ergebnisse:

Mai 2020. Die ehrenamtliche Arbeit, die in diesem Jahr rund acht Wochen in Anspruch nahm, hat sich gelohnt. Insgesamt zählte das NABU-Team 1249 Amphibien. Kröten, Grasfrösche und auch Molche, die sicher über die Straße zu ihrem Laichgewässer getragen wurden.

 

Alle Tiere werden erfasst, die Ergebnisse werden eingetragen in Datenbank HerpetoMap, die Fachplattform zur Meldung von Amphibien- und Reptilienvorkommen in Niedersachsen und beim NLWKN  im Niedersächsisches Webbasiertes Artenerfassungs-Portal – NIWAP.